Germany's-Next-Topmodel lernt Steuerfachangestellte

8. Juni 2016 von

Jennifer Hof, Gewinnerin der 3. Staffel von „Germany‘s Next Topmodel“, hat sich für eine Ausbildung entschieden, die zukunftssicher und abwechslungsreich ist. Warum sie dem Rampenlicht den Rücken gekehrt hat und jetzt Steuerfachangestellte wird, verrät sie im Interview.
Steuerfachangestellte Jennifer Hof 2

 

Was waren die schönsten und schlimmsten Erfahrungen in Ihrer Karriere als Model?

Es war natürlich ein tolles Gefühl für mich, als ich erfahren habe, dass ich die Gewinnerin von Germanys Next Topmodel bin. Ich konnte über mich hinauswachsen und habe viel gelernt. Durch das Modeln hatte ich die Möglichkeit viel zu reisen und so die Welt kennenzulernen. Die Erfahrungen möchte ich nicht missen, sie machen mich zu dem Menschen, der ich heute bin. Schlimme Erfahrungen gab es nicht.

Haben Heidi Klum und Ihre aktuellen Vorgesetzten irgendwelche Gemeinsamkeiten?

Das sind zwei sehr unterschiedliche Branchen. Die Modewelt ist aufs Äußerliche fokussiert, die Ausbildung zur Steuerfachangestellten konzentriert sich auf das Inhaltliche. So verhalten sich auch meine Vorgesetzten den Branchen entsprechend. Heidi war eher wie ein Coach, der uns ausschließlich darauf trainiert hat, im Showbusiness zu bestehen. Mein jetziger Vorgesetzter, Johannes Hass, sowie meine Abteilungsleiterin und auch die komplette Abteilung helfen mir sehr bei allen inhaltlichen und fachlichen Fragen. Mein Chef und meine Kollegen sind stets mit guter Laune bei der Arbeit, so dass die Arbeit umso mehr Spaß macht.

Kehren Sie eines Tages ins Modelgeschäft zurück?

Sag niemals nie. Ich habe das klassische Modelgeschäft erst einmal hinter mir gelassen. Nun engagiere ich mich für die Nachwuchskampagne „Mehr als du denkst“, der Bundessteuerberaterkammer. Im Grunde genommen ja wieder ein Modeljob. – mit dem Unterschied, dass es hier um Inhalte geht.

Warum haben Sie sich ausgerechnet für den Beruf der Steuerfachangestellten entschieden?

Ich kenne viele Menschen, für die so eine Steuererklärung der reinste Horror ist. Ich freue mich, wenn ich diese Menschen von ihrer Horrorvorstellung befreien und sie hier entlasten kann. Mir macht das Spaß und es ist sinnvoll.

Für mich persönlich geht es außerdem darum, dass ich meiner Tochter später sagen können möchte: „Ich habe eine Ausbildung abgeschlossen, etwas mit Hand und Fuß. Mach du das bitte auch.“

Was macht Ihnen in Ihrem Job am meisten Spaß?

Vor kurzem habe ich mit meinen Kolleginnen zusammen einen Jahresabschluss erstellt und meiner Abteilungsleiterin vorgelegt. Das war ein tolles Gefühl.

Machen Sie Ihre Steuererklärung selbst?

Ich habe meine Steuererklärung noch nicht selbst gemacht, als ich noch gemodelt habe. Das wäre damals wohl noch zu komplex für mich gewesen, aber das Interesse daran, wie so was überhaupt funktioniert kam zu der Zeit schon auf. Mittlerweile würde ich mir das – mit ein wenig Unterstützung – zutrauen!

Vielen Dank für das Gespräch.

 


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