Weiterbildung – So bleibst Du als Steuerfachangestellte/r up to date

21. März 2017 von

Als Steuerfachangestellte/r ist Weiterbildung sehr wichtig. Denn darüber hältst Du Dein Wissen immer auf dem neuesten Stand. Jeden Monat werden neue Rechtsprechungen verfasst, jedes Jahr werden Gesetze überarbeitet. Nachfolgend zeige ich Dir ein paar Möglichkeiten, wie Du immer auf dem Laufenden bleibst.

Seminare / Workshops / Akademien (Präsenzseminare)

Es werden immer wieder von verschiedenen Institutionen Seminare angeboten, an denen Du vor Ort teilnehmen kannst. Meist dauern diese Seminare einen halben oder einen ganzen Tag, wie z. B. bei der Steuerberaterkammer Sachsen. In „Kurzseminaren“, die bloß ein paar Stunden dauern, wird meistens über eine neue Rechtsprechung informiert: Was hat sich bei der Umsatzsteuer geändert? Gibt es neue Anforderungen an die monatliche Buchhaltung?

Natürlich gibt es auch Angebote speziell für Steuerfachangestellte in Ausbildung. Die Steuerberaterkammer Sachsen bietet beispielsweise einen einwöchigen Kurs („Vorbereitungskolleg“) an, der auf die Abschlussprüfung vorbereitet. Zusätzlich kannst Du auch Akademien besuchen,  bei denen Du eine oder zwei Wochen bleibst – abhängig vom Themengebiet.

An welchen Seminaren Du am besten teilnimmst, vereinbarst Du in der Regel mit Deinem Ausbilder oder Chef. Denn in den meisten Fällen zahlen die Kanzleien die Weiterbildungskosten.

Seminarmitschrift Steuerfachangestellte

Egal, ob im Onlineseminar oder bei der klassischen Schulung: Gute Mitschriften sind unerlässlich für die Weiterbildung.

Onlineseminare

Vom Softwareanbieter DATEV oder vom DWS Institut werden Onlineseminare angeboten. Die Schulung findet dann in Deiner Kanzlei statt. Online erklärt Dir ein Dozent – oftmals sind es Steuerberater / Rechtsanwälte / Wirtschaftsprüfer – die neuesten Urteile, Erlasse oder Gesetze. Je nachdem in welcher Kanzlei Du arbeitest, werden Onlineseminare unterschiedlich organisiert. In einigen Kanzleien macht das jeder für sich mit Kopfhörer. Andere wiederum setzen sich zusammen in den Konferenzraum und hören sich den Vortrag gemeinsam an. Vielleicht hast Du dich schon gefragt, wie man seine Fragen stellen kann? Das läuft meist über eine Art Chat. Dort kannst Du Deine Fragen eingeben und der Dozent beantwortet diese.

Zeitschriften

Es gibt unzählige Zeitschriften, mit denen Du Dich jeden Tag weiterbilden kannst. Das ist auch für Steuerberater praktisch, da manchmal sehr schnell und „unbemerkt“ neue Rechtsprechungen auftreten und möglicherweise für einige Mandanten relevant sind. In solchen Zeitschriften gibt es auch wieder diverse Dozenten / Steuerberater/ Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte, die über neue Entwicklungen berichten. Das Gute hierbei ist: Du hast alles kompakt und schnell zur Hand.

Kritisch sehe ich an dieser Weiterbildungsmethode, dass die Texte für „Anfänger“ zu hoch gegriffen sind. Aber dafür gibt es natürlich auch wieder eine Lösung. Es gibt eine Zeitschrift direkt für Azubis im Steuerwesen. Dort wird alles super leicht erklärt. Außerdem gibt es für die Prüflinge immer wieder Prüfungsaufgaben mit Lösungen zum Üben.

Weiterbildungsmöglichkeiten im Vergleich

Ich persönlich bin ein Fan von den Seminaren. Wenn etwas unklar ist, kann man sofort nachhaken und eine Lösung finden. Was ich auch gut finde, sind Weiterbildungswochen. So hat man genug Zeit und man wird intensiv gefordert und gefördert. Was daran leider negativ ist, sind die hohen Kosten. Man muss meist erst seinen Chef fragen ob man die Kosten erstattet und für diese Zeit frei bekommt.

Der Vorteil der Onlineseminare ist, dass die Wissensvermittlung dort kurz und knackig gehalten wird. Man beschäftigt sich zwei bis drei Stunden intensiv mit dem Thema. Oft gibt es auch Lesestoff/Skripte dazu. Dort kann man später auch noch mal nachschauen. Negativ daran finde ich, dass man so aus seiner Arbeit herausgerissen wird und sich nach dem Seminar erstmal wieder ordnen muss. Diese Seminare sehen viele Kanzleien gleichzeitig, d. h. wenn viele andere Fragen haben, dauert es meist bis es wieder mit dem eigentlichen Thema weiter geht.

Das Gute an den Zeitschriften ist: Du kannst sie überall mit hinnehmen, nach Hause, an den Strand oder ins Auto. Dafür finden sich immer mal 15 Minuten Zeit. Was auch positiv ist: Auszubildende bekommen einen günstigeren Preis für die spezielle Azubi-Zeitung. So hat jeder einen günstigen Zugang zum Wissen.

Fazit zur Weiterbildung

Wir in unserer Kanzlei nutzen am meisten Zeitschriften und Onlineseminare zur regelmäßigen Weiterbildung. Aber das kann in anderen Steuerberaterpraxen ganz anders aussehen. Wichtig ist eigentlich nur, dass Du immer am Ball bleibst, egal mit welcher Methode.

 


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