Nebenfächer in der Steuerfachangestellten-Ausbildung

27. September 2016 von

In den bisherigen Artikeln – zur Steuerlehre, Wirtschafts- und Sozialkunde und dem Rechnungswesen – hast Du bereits die drei Hauptfächer in der Berufsschule kennen gelernt. Allerdings gibt es noch weitere Unterrichtsfächer, welche Du im Rahmen Deiner Ausbildung zum Steuerfachangestellten absolvieren musst. Welche Nebenfächer es in Sachsen gibt und was man sich darunter vorstellen muss, möchte ich Dir in diesem Artikel berichten. Aber aufgepasst: Die Fächerkombinationen wechseln in den drei Ausbildungsjahren. Im 1. und 2. Ausbildungsjahr hast Du zwei Berufsschultage, im 3. Ausbildungsjahr nur noch einen.

Zwei angehende Steuerfachangestellte im Unterricht an der Berufsschule

Deutsch, Englisch, Gemeinschaftskunde, Sport: Das sind typische Unterrichtsfächer, die Du auch in der Steuerfachangestellten-Ausbildung hast.

Nebenfächer im 1. Ausbildungsjahr

Hier hatte ich vor allem Unterrichtsfächer, die mir helfen sollten, meine Grundfertigkeiten für die Steuerfachangestellten-Ausbildung zu stärken. Dazu zählt natürlich auch das Fach Deutsch: Wir haben uns noch mal intensiv mit Grammatik beschäftigt – klar hat man das alles bereits im Gymnasium oder in der Realschule gelernt – aber dennoch ist eine Auffrischung nicht verkehrt. Des Weiteren hatten wir Englisch. Hier haben wir die verschiedensten steuerlichen Sachverhalte auf Englisch durchgesprochen, von dem Beratungsgespräch bezüglich der Einkommensteuererklärung bis zur An- und Abreise bei einer Geschäftsreise. Für die politische und allgemeine Bildung hatten wir auch das Fach Gemeinschaftskunde. Thematisiert wurden aktuelle politische Entwicklungen. Als Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit in der Kanzlei und in der Berufsschule, hatten wir das Fach Sport. Hier haben wir uns mit Leichtathletik, Vierkampf und Volleyball fit gehalten.

Nebenfächer im 2. Ausbildungsjahr

An der Anzahl der Nebenfächer  in der Berufsschule ändert sich nichts. In Deutsch werden Geschäftsbriefe besprochen und verschiedene Aufsätze geschrieben. Im Fach Englisch verbleibt es bei den verschiedenen steuerlichen Themen und vielen Dialogen und auch Sport ändert sich inhaltlich nicht wirklich. Allerdings hat man im 2. Ausbildungsjahr das Fach Gemeinschaftskunde nicht mehr. Dafür hat man jetzt das Fach „Mandantenorientierte Kommunikation und Kooperation“ (MKK). Meiner Meinung nach ist das ein super spannendes Fach und sehr wichtig für angehende Steuerfachangestellte.  Hier geht es um Kommunikation: Wie führe ich ein Beratungsgespräch, welche Wirkung hat meine Körpersprache, setze ich meine Mimik und Gestik richtig ein und noch vieles mehr. Man lernt wirklich viel über sich selbst und wie man auf andere Menschen wirkt, vor allem auf den Mandanten, der einem gegenüber sitzt.

Nebenfächer im 3. Ausbildungsjahr

Im 3. Ausbildungsjahr zum/zur Steuerfachangestellten hast Du statt zwei nur noch einen Berufsschultag. Deshalb fallen fast alle Nebenfächer weg. Es gibt neben den drei Hauptfächern nur noch das Unterrichtsfach „Fächerübergreifendes Projekt“. Hier arbeitet man in Gruppen zu verschiedenen Themen eine Hausarbeit und eine Präsentation aus. Es geht darum, das Wissen aus den ersten beiden Lehrjahren anzuwenden und die drei Hauptfächer miteinander zu verknüpfen. Hier ist Fingerspitzengefühl und Prioritätensetzung angesagt, denn man muss sich die Zeit gemeinsam richtig einteilen. Jedes Gruppenmitglied soll einen Beitrag leisten und fachlich alles Wissen erfasst werden.

Du siehst also, die Nebenfächer in der Berufsschule haben genauso eine Bedeutung für Deine Ausbildung zum/zur Steuerfachangestellten wie die Hauptfächer. Und jedes Unterrichtsfach hilft Dir, die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren.


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