Mathe - ein Begleiter auch im dualen Studium?

9. März 2018 von

Nachdem ich die Ausbildung zur Steuerfachangestellten erfolgreich abgeschlossen habe, habe ich im Oktober 2017 ein duales Studium an der Berufsakademie Dresden im Studiengang „Steuern, Prüfungswesen und Consulting“ begonnen. Schon in der ersten Woche begegnete ich dem Modul „Wirtschaftsmathematik“. Anknüpfend an meinen Blogartikel „Wie viel Mathe braucht ein Steuerfachangestellter?“ möchte ich dir berichten, wie viel Mathe-Kenntnisse für das duale Studium nötig sind.

 

Taschenrechner einer Steuerfachangestellten auf der Bilanz liegend

Keine Berührungsängste mit Zahlen!

Das Fazit aus meinem oben genannten Artikel war, dass du nicht Mathe-Leistungskurs belegt haben und auch kein Mathe-Ass der Schule gewesen sein musst. Natürlich schadet ein Blick für Zahlen und ihre Zusammenhänge nicht. Sofern du dem dualen Studium eine Ausbildung vorgeschaltet hast, wurde dieser schon entsprechend geschult.

Schon in den ersten Wochen des dualen Studiums an der Berufsakademie stellte ich fest, dass der Anspruch im Studium ein deutlich anderer und höherer ist, als in der Ausbildung. Ich habe zu Schulzeiten Mathematik im Leistungskurs belegt und bin jetzt, während des Studiums sehr froh darüber. Endlich habe ich verstanden, warum ich im Abitur Ableitungsfunktionen bilden, Wurzeln aus den merkwürdigsten Zahlen berechnen und Graphen über eine ganze DIN A4 Seite zeichnen musste.

Ganz klar ist: Meine Kommilitonen, die direkt von der Schule kommen, haben einen Vorteil gegenüber mir, deren Schulzeit bereits etwas länger zurück liegt. Für sie war der Einstieg sehr gut machbar, da sie ihr Wissen aus dem Abitur direkt nutzen und anwenden konnten.

Wirtschaftsmathematik – was ist das?

Das Modul „Wirtschaftsmathematik“ befasst sich vor allem mit der Kombination von mathematischen Gleichungen oder Funktionen in der Anwendung auf wirtschaftliche Gesichtspunkte.

Sprich: Wir berechnen zum Beispiel, wie sich die Nachfrage eines Produktes bei steigendem Preis verändert, um so dem Unternehmen sagen zu können, bei welchem Preis das Produkt am meisten gekauft wird. Weiterhin können wir anhand von Funktionen und den dazu gehörigen Graphen mit der Kosten-, Gewinn- und Umsatzkurve von einem Produkt folgende Fragen beantworten: Bei welchem Preis macht ein Unternehmen am meisten Umsatz mit seinem Produkt? Wie viele Produkte muss ein Unternehmen mindestens verkaufen, damit  es weder Gewinn noch Verlust macht?

Das Gaußsche Gleichungssystem, Vektoren und Matrizen und viele weitere mathematische Wegbegleiter, wirst du dann wieder treffen.

Fazit

Ich denke also nach wie vor, dass du kein Mathe-Ass oder Mathe-Genie sein musst, um dich auch durch das Modul „Wirtschaftsmathematik“ durchzufuchsen. Deine Begeisterung entsteht von alleine, wenn du erkennst, welchen praktischen Nutzen du von der Anwendung von mathematischen Wegbegleitern hast. Hier ist ein klarer Überblick über Zahlen, Verständnis von Zusammenhängen und ein wenig Tüftel-Lust auch eine gute Voraussetzung.


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