„Kein Studium-Typ“

21. Oktober 2019 von

Hallo,

ich bin Michelle und gehöre seit kurzem zum Team der zukünftigen Steuerfachangestellten. Ich zeige euch heute einen kleinen Einblick in diese Welt und hoffe, der ein oder anderen ein anderes Bild dieser Ausbildung aufzeigen zu können.

Denn langweilig ist dieser Beruf auf keinen Fall

Meine Ausbildung habe ich am 01.08.2019 begonnen, damit gehöre ich also noch zu den Anfängern, aber auch wir im 1. Lehrjahr können bereits einiges.

Ich arbeite in einer großen Kanzlei in Dresden und bereue keinen einzigen Tag, diesen Weg gegangen zu sein. Für mich heißt es zwar täglich zeitig aufstehen, da ich einen längeren Anreiseweg als andere habe, aber als Frühaufsteher fällt es mir nicht schwer. Und mit einer passenden Verbindung klappt das auch meistens.

Aber selbst wenn der Zug an einem Tag mal keine Lust auf Pünktlichkeit hat, ist es kein Problem, da die meisten Kanzleien Gleitzeit haben, d.h. es gibt keine festgesetzten Arbeitszeiten. Damit kann ich entscheiden, wann der Arbeitstag für mich startet.

Also für alle Nachteulen unter euch, die sich noch lieber einmal umdrehen, ist es ein großer Pluspunkt, diese Ausbildung in Erwägung zu ziehen.

Mein Tag beginnt um 4:30 Uhr morgens. Etwas schminken und die Business-Kleidung angezogen und schon geht es los nach Dresden. Um 7 Uhr bin ich dann auf der Arbeit und starte meinen Tag mit einer Tasse Kaffee. Die Arbeitstage in der Kanzlei sind für mich immer Montag, Donnerstag und Freitag, an den beiden anderen Tagen besuche ich die Berufsschule. Somit hat man die Theorie und Praxis immer gleichzeitig und kann das Erlernte aus der Berufsschule sofort in die Praxis umsetzen, was mir persönlich am besten gefällt.

Da meine Kanzlei sehr groß ist, gibt es natürlich auch viele verschiedene Mandate zu bearbeiten, in meinem Fall sind es Ärzte, Freiberufler und Firmen aus der Industriebranche. Ihr seht schon: Kein Mandat ist wie das andere, also gibt es auch immer wieder neue Dinge zu beachten.

In einen Alltagstrott gelangt man also nie

Als Neuling wurde ich schon ab dem ersten Tag vollkommen mit eingespannt und übernehme von einigen Mandanten die Buchführung. Natürlich sind diese noch nicht so komplex wie von erfahrenen Steuerfachangestellten. Denn dafür fehlt noch an manchen Stellen das bestimmte Know-how. Trotzdem zeigt sich in sehr kurzer Zeit, wie viel man bereits bearbeiten kann. Und es macht mich stolz, schon ‚so‘ viel zu wissen und anwenden zu können.

Nach der Mittagspause, welche bei mir eine halbe Stunde geht, heißt es noch einmal volle Konzentration, damit kein Beleg (ob digital oder in Papier) falsch erfasst wird. Um dies zu tun hat unsere Kanzlei das Programm der DATEV. Diese Software ist die gängigste unter ihnen und nach wenigen Tagen hat man sich hineingefuchst und bedient sie schon sicher.

Sollte ich einmal eher meine Arbeit erledigt haben, was manchmal auch passiert, weil einige Mandanten nur wenige Belege in ihrem Unternehmen haben, helfe ich ab und zu auch anderen Kollegen aus. Dabei erledige ich die verschiedensten Sachen, wie z. B. das Digitalisieren von Belegen der Mandanten, Annahme der Post und deren Verteilung oder das Anfertigen von Schreiben an die Mandanten.

Um 17:00 Uhr komme ich dann nach Hause. Aber zuhause endet der Tag noch lange nicht. Denn für mich geht es dann jeden Donnerstag zum Volleyball-Training, um sich noch einmal richtig sportlich auspowern zu können. Um 20:00 Uhr lasse ich dann aber den Tag mit einer schönen Serie im Bett ausklingen.

Somit seht ihr, dass mein Arbeitstag nicht aus langweiligem Bürozeugs besteht. Im Gegenteil: Ich gehöre bereits in dieser kurzen Zeit zum Team, darf meine eigenen Mandanten bearbeiten und lerne Tag für Tag neue Kniffe, die mir bei der Bearbeitung der Mandate weiterhelfen. Und auch nach der Arbeit ist genug Zeit für Freunde oder das Hobby.

Ich hoffe, dass euch dieser kleine Einblick in meine Ausbildung zur Steuerfachangestellten gefallen hat. Und vielleicht habe ich den ein oder anderen doch dazu ermutigt, diesen Berufsweg einzuschlagen.


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